Direkt zum Inhalt springen

Thurgauer Kulturpreis

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau verleiht einmal jährlich einen Kulturpreis.

Der Preis wird an Kulturschaffende, kulturell tätige Institutionen und an Kulturvermittlerinnen oder Kulturvermittler verliehen, die einen wichtigen Beitrag an das kulturelle Leben im Kanton geleistet haben.

Die Kulturpreisträgerin/der Kulturpreisträger muss einen engen Bezug zum Thurgau haben und herausragende Leistungen mit kantonaler, nationaler oder internationaler Ausstrahlung vorweisen.

Der Kulturpreis ist mit Fr. 20 000.– dotiert und wird nicht geteilt.

Vorschläge möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten können an die Kulturkommission eingereicht werden. Sie müssen begründet und ausführlich dokumentiert sein.

Die Kulturkommission schlägt dem Regierungsrat jeweils bis Ende Mai zwei Kandidaturen vor. Der Regierungsrat bestimmt die Preisträgerin, den Preisträger.

Der Kulturpreis wird durch den Regierungspräsidenten oder die Departementsleitung Erziehung und Kultur anlässlich einer öffentlichen Feier übergeben.

Kulturpreisträger 2017

Der Thurgauer Kulturpreis 2017 wird an den Clown, Schauspieler und Regisseur Olli Hauenstein verliehen.

Olli Hauenstein ist ein bekannter Schweizer Clown und Schauspieler. Sein künstlerischer Weg führte vom Zirkus zum Komiktheater. Er zeigt erfrischende Soloprogramme und lässt in der Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern anderer Sparten Neues entstehen. Bei seinem langjährigen Mitwirken im Comedyexpress, dem Theaterensemble der Bildungsstätte Sommeri, erkannte er in Menschen mit Behinderung aussergewöhnliche Fähigkeiten für die Arbeit auf der Bühne. Als Regisseur und Spieler hat er dieses Ensemble mitgeprägt und wesentlich zu seinem Erfolg beigetragen. Sein aktuelles Stück «Clown-Syndrom», das er mit seinem Bühnenpartner Eric Gadient, einem Schauspieler mit Down-Syndrom, entwickelt hat, zeigt seinen hohen künstlerischen Anspruch und begeistert das Publikum wie auch die Fachwelt. Aufgrund dieses Erfolgs baut Olli Hauenstein nun im Bereich der Komik ein professionelles Theaterensemble mit Menschen mit einer Beeinträchtigung auf.

Kulturpreisträger 2016

Der Thurgauer Kulturpreis 2016 wurde dem Multimediakünstler Christoph Rütimann verliehen.

Christoph Rütimann ist ein äusserst vielseitiger Künstler. Sein Schaffen reicht von Performances über Klang-, Text-, Foto- und Videoarbeiten bis zu klassischen Ausdrucksmitteln wie Zeichnung, Malerei und Skulptur. Bei aller Verschiedenartigkeit der verwendeten Materialien und Medien gibt es in seinem Werk durchgehende künstlerische Strategien: Wichtig ist etwa das Spiel mit den Linien, das seine Zeichnungen ebenso bestimmt wie die raumgreifenden Installationen oder jene Videoarbeiten, in denen die Kamera in rasanter Fahrt auf Treppengeländern, Schläuchen oder anderen Führungslinien durch den Raum rast.
Christoph Rütimann hat für sein Werk bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Sein Schaffen wird auch international wahrgenommen, wie eine Reihe umfangreicher Präsentationen in renommierten Kunstinstitutionen belegen. Auch im Kanton Thurgau, wo Rütimann seit 1999 wohnt und arbeitet, ist der Künstler im öffentlichen Raum und mit Ausstellungen präsent – am prominentesten in der retrospektiven Einzelausstellung «In den Tönen» 2007 im Kunstmuseum Thurgau.

Kulturpreisträger 2015

Der Thurgauer Kulturpreis 2015 wurde an den Sänger, Dirigenten und Komponisten Mathias Zogg verliehen.

Preisträger Mathias Zogg widmet sich seit über 50 Jahren dem Jodeln – als Sänger, Dirigent, Lehrer und ab 1968 auch als Komponist. Inzwischen sind es um die 100 Kompositionen, die Mathias Zogg geschrieben hat. Diese sind sehr eingängig und entsprechend beliebt bei den Jodelchören in der ganzen Schweiz. Der Durchbruch gelang ihm 1980 mit seinem Jodellied «Kamerade», das eines der bekanntesten Schweizer Jodellieder ist und während Jahren eines der meistgesungenen Jodellieder der Schweiz war. Mit seinem Engagement als Dirigent verschiedener Ostschweizer Chöre und als Juror an regionalen sowie eidgenössischen Jodlerfesten hat Mathias Zogg für die Jodlerszene im Kanton Thurgau und der gesamten Schweiz einen wichtigen Beitrag geleistet.

Kulturpreisträger 2014

Der Thurgauer Kulturpreis 2014 ging an das Cinema Luna in Frauenfeld.

Das Cinema Luna in Frauenfeld zeigt seit 20 Jahren ein einzigartiges und qualitativ hochstehendes Kinoprogramm. Mit guten Studiofilmen − viele davon sind Produktionen aus der Schweiz − und kulturell wertvollen Filmreihen beweist der Verein Frauenfelder FilmfreundInnen (FFF) grosses Geschick in der Programmation, die mehrmals ausgezeichnet wurde. Die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder, ohne die der Betrieb dieses Kinos in der heutigen Kino- und Medienlandschaft nicht möglich wäre, ist beispielhaft.
Für Thurgauer Filmschaffende bietet das Cinema Luna die wertvolle Chance, mit einem interessierten Publikum ins Gespräch zu kommen. Bemerkenswert sind auch die kontinuierlichen und offenen Kooperationen mit anderen Kulturveranstaltern. Mit seinem Engagement für das Cinema Luna setzt sich der Verein für einen gesellschaftlich wichtigen kulturellen Treffpunkt ein.

Übersicht 1986-2016

Liste der Kulturpreisträger 1986-2016.pdf